Nicht die Nonadhärenz ist das Problem,
sondern das Schweigen der Patienten.
Bis zu 50 % der Patienten mit chronischen Erkrankungen setzen ihre Therapie innerhalb des ersten Jahres nach Diagnosestellung ab. Während diese Entscheidung reift, sprechen die meisten weder mit ihrem Arzt noch mit der Apotheke über ihre Bedenken.
Sie schweigen.
Wir helfen Apotheken und Arztpraxen, dieses Schweigen zu durchbrechen.
Die Initiative DIE GUTE PATIENTENENTSCHEIDUNG unterstützt Apotheken und Praxen mit wirkungsvollen Tools, die Patienten dazu ermutigen, über ihre Sorgen und Zweifel zu sprechen – genau in der kritischen Phase, in der Nonadhärenz entsteht. Unsere Ansätze basieren auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Verhaltensökonomik.
Für bessere Entscheidungen. Für mehr Therapietreue.
Für weniger Komplikationen.
Rund die Hälfte der Bevölkerung hat eine grundsätzlich kritische Haltung gegenüber Arzneimitteln. Ursache ist meist eine emotionale Überbewertung von Risiken gegenüber dem Nutzen. Wird jemand aus dieser Gruppe zum Patienten, entsteht ein erhöhtes Risiko für Nonadhärenz – allerdings nicht sofort.
Zu Beginn einer Behandlung dominiert das Erkrankungsrisiko. Der Nutzen des Medikaments wird hoch bewertet, die Risikoabwägung fällt klar zugunsten der Therapie aus. Die Adhärenz ist in dieser Phase meist gut.
Das ändert sich im Verlauf der Therapie – besonders bei Erkrankungen wie Hypertonie, Diabetes oder Glaukom, die anfangs symptomlos verlaufen, aber tendenziell bei nahezu allen chronischen Erkrankungen. Das Krankheitsrisiko verliert subjektiv an Bedeutung, das Gesundheitsgefühl normalisiert sich, und die anfänglich hohe Nutzenwahrnehmung sinkt.
Gleichzeitig wirken im Alltag zahlreiche Impulse, die die kritische Grundhaltung wieder verstärken. Wir bezeichnen sie als „Nonadhärenztrigger“: Medienberichte über Risiken oder vermeintliche „Machenschaften“ der Pharmaindustrie, der Beipackzettel, fragwürdige Experten, gelegentliche Einnahmepausen und das Gefühl „Mir geht’s doch gut“. Für viele Patient:innen bestätigt sich dadurch die eigene Skepsis – und das Risiko für Nonadhärenz steigt deutlich.
Unsere Angebote für Arztpraxen und Apotheken wirken in zwei Richtungen – und beide verfolgen dasselbe Ziel: Patienten zu motivieren, ihre Zweifel und Bedenken anzusprechen, bevor Nonadhärenztrigger zu falschen Entscheidungen führen.
Dazu übersetzen wir Erkenntnisse der Entscheidungsforschung in eine Sprache, die Patienten verstehen.
Wer begreift, wie leicht man sich selbst täuschen kann – und wie typische Nonadhärenz-Trigger wirken –, trifft bewusstere Entscheidungen und bleibt eher bei der Therapie.
Damit haben wir eine völlig neue Form der Patientenaufklärung entwickelt.
Der Zusatznutzen für Arztpraxen und Apotheken: Wir verzahnen gedruckte Informationsmaterialien, die wir Ihnen zur Verfügung stellen, mit passenden Content-Bausteinen für Ihre Website und Ihre Social-Media-Kanäle.
Jedes Quartal bieten wir ein neues Thema – so erhalten Ihre Patient:innen einen wiederkehrenden Anlass, Ihre Website regelmäßig zu besuchen.
2. Visuelle Denkanstöße für die Offizin und Praxis
Wir haben starke visuelle Impulse entwickelt, die Patienten motivieren, ihre Sorgen, Zweifel und Bedenken frühzeitig anzusprechen – bevor aus Unsicherheit eine falsche Therapieentscheidung wird.
Diese Motive helfen Patient:innen, ihr Schweigen zu brechen und sich ihrer Apotheke oder Praxis anzuvertrauen.
Gleichzeitig dienen sie als wirksame Gesprächseröffner für das Team: unaufdringlich gestaltet, aber stark genug, um Patienten genau im richtigen Moment zu aktivieren.
Dieses neue E-Learning-Modul zeigt praxisnah, wie Apotheken nonadhärente Patientinnen und Patienten früh erkennen und gezielt unterstützen können.
Peter Jungblut und Christian Fiedler (Leiter der Schlossgarten Apotheke Angelbachtal) stehen gemeinsam dafür, dass in diesem Modul wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Beratungserfahrung überzeugend zusammenkommen.
ADHÄRENZ STÄRKEN ist Lernangebot, das die Beratungskompetenz der Apotheke vor Ort stärkt – kompakt, verständlich und sofort anwendbar.
Unter dem Titel „Nicht die Nonadhärenz ist das Problem, sondern das Schweigen der Patienten“ können Interessierte direkt in das Modul einsteigen und einen Eindruck von Inhalt, Stil und Nutzen gewinnen.
Einfach auf den Button klicken – und erleben, wie spannend und praxisrelevant Adhärenz sein kann.
Nutzen Sie unsere zusätzlichen Angebote für mehr Adhärenz – und unterstützen Sie damit direkt unsere Ziele.
Jeder Euro, den wir damit einnehmen, fließt vollständig in unsere Arbeit: in Öffentlichkeitsprojekte, die das Problembewusstsein für Nonadhärenz stärken, und in die Patientenaufklärung über www.patientenentscheidung.com. So helfen unsere Angebote nicht nur Ihrem Team und Ihren Patient:innen, sondern fördern gleichzeitig eine Initiative, die weit über die einzelne Praxis oder Apotheke hinaus Wirkung entfaltet.
Ob für Ihr Praxis- oder Apothekenteam, in Qualitätszirkeln, auf Fortbildungen oder Kongressen – unsere Vorträge beleuchten das Thema aus einer neuen Perspektive und zeigen effektive, praxiserprobte Ansätze zur Verbesserung. Anhand echter Patientenerfahrungen zeigen wir, wie Zweifel entstehen, welche Denkfehler Patientenentscheidungen verzerren und wie man Patient:innen in kritischen Momenten wieder Orientierung geben kann. Die Vorträge sind kompakt, praxisnah und liefern konkrete Impulse, die sich sofort im Alltag umsetzen lassen.
In unseren Trainings vertiefen wir das Wissen zu den häufigsten Nonadhärenztriggern und vermitteln sofort anwendbare Kommunikationsstrategien. Ihr Team lernt, die vier Nonadhärenztypen schnell zu erkennen, typische Gesprächsfallen zu vermeiden und Patient:innen in kritischen Momenten gezielt zu stabilisieren. Das Training ist interaktiv, alltagsnah und stärkt die Handlungssicherheit im Umgang mit Patienten.
Für Patient:innen haben wir ein spezielles Fortbildungskonzept entwickelt. Dabei geht es nicht um die klassische Botschaft, wie wichtig die konsequente Einnahme eines Arzneimittels für den Behandlungserfolg ist.
Im Mittelpunkt stehen vielmehr die Impulse des Alltags, die der Adhärenz im Wege stehen – und die Denkmuster, auf die diese Impulse treffen. Genau diese Kombination führt zu nonadhärenten Entscheidungen.
Unsere Fortbildung macht diese Mechanismen sichtbar, regt zum Nachdenken über den eigenen Umgang mit Arzneimitteln an und stärkt dadurch nachhaltig die Adhärenz.
Anstatt eines Vortrags werden Patient:innen durch eine Posterausstellung mit unseren Denkanstößen geführt. Das Gesamtkonzept umfasst 12 Poster, vier davon zeigt die Abbildung.
Wir bieten Ihnen drei Möglichkeiten der Umsetzung:
Fortbildungen mit einem unserer Expert:innen
Bereitstellung der vollständigen Poster-Serie für Ihre eigene Patientenfortbildung
Bereitstellung der Poster mit Audiosystem zur selbstständigen Erkundung durch Patient:innen
Unsere Adhärenzfragebögen helfen dabei, nonadhärente Patient:innen frühzeitig zu erkennen und bieten eine klare Orientierung für das anschließende Gespräch. Die Auswertung zeigt auf einen Blick, welche Denkfallen, Unsicherheiten oder Informationslücken eine Rolle spielen – und wie Sie das Thema gezielt, empathisch und wirksam ansprechen können.